Aufgabe 2: Lösungshinweis
Lösung
Formalia: 4-hebiger Jambus, Kreuzreim, vier Strophen à vier Verse
Wirkung: alternierender Versfuß besonders harmonisch, vorhersehbar, ausgeglichen, ruhig, beruhigend
Thema: Suchen nach Erfüllung in der Ferne misslingt, Erkenntnis reift, dass das Glück zuhause, in der Heimat, liegt
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Heimat (Theodor Fontane)
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Ich bin hinauf, hinab gezogen |
Das lyrische Ich erläutert die Motivation seiner Suche und die Enttäuschung. Metapher, Hyperbel "hinauf, hinab gezogen" --> betont die Anstrengungen suchen: aktiver Wunsch; das weite Suchen: Adverb zeigt den großen Raum an, der bereist wurde Metapher/Personifikation "Suchen mich betrogen": Enttäuschung, Zerschlagen der eigenen Erwartungen Gegensatz zum Glück, Personifikation der Einsamkeit hat verstärkende Wirkung Wiederholung des Verbs "suchen" betont Nachdrücklichkeit |
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Ich hörte, wie das Leben lärmte,
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Das lyrische Ich beschreibt die Ausgangssituation näher, es thematisiert die negative Wahrnehmung seiner Umgebung, die als Anlass der Suche nach Glück zu verstehen ist. Personifikation, Ausdruck der negativen (lärmenden) Wahrnehmung der Lebensumstände fernab der Heimat, tausendfarbig: Hyperbel, verdeutlicht die zahlreichen Erfahrungen/ Variationen des Lebens Metapher betont die mangelnde emotionale Komponente abseits der Heimat Adjektiv „echt“ verstärkt diesen emotionalen Aspekt: Das Bekannte, Vertraute wird gegenüber der künstlichen Ferne aufgewertet. Personalpronomen "Ich" verdeutlicht die persönliche Wahrnehmung |
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Und endlich bin ich heimgegangen
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Das lyrische Ich zeigt die Konsequenzen aus seinen Erfahrungen auf: Es bricht die Reise ab und erlebt in der Rückkehr nach Hause einen Bewusstseinswandel, der mit der Aufwertung der Heimat einhergeht. Adjektiv "endlich" verdeutlicht die Konsequenz der Erfahrungen aus Strophe 2: Die Enttäuschung führt zu einer Rückbesinnung auf das Bekannte. Dieser Aspekt wird durch das Begriffspaar/die Metapher auf "alte(r) Stell' und alte(r) Lieb'" ausgedrückt. Die Metapher/Personifikation "ab fiel das Verlangen" verdeutlicht den Bewusstseinswandel, damit ändert sich auch die eigene Zielsetzung. |
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Die Welt, die fremde, lohnt mit Kränkung,
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Das lyrische Ich formuliert seine bilanzierende Erkenntnis, in der die Heimat gegenüber der Welt deutlich aufgewertet wird. Es formuliert sein Ideal, welches den Rückzug ins Private und die Abkehr von der Außenwelt darstellt. Personifikation, Abwertung des Fremden, lyrisches Ich formuliert seine Erkenntnis Das Adjektiv "fremde" steht im Gegensatz zur Welt, welche das lyrische Ich abweist. Klimax verdeutlicht den neuen Lebensmittelpunkt, die mit dem Glück und der Welt verglichen werden. Das Paradoxon des Begrenzten, welches die weite Welt darstellt, verstärkt die Aufwertung der Heimat und des Vertrauten. |
Fontane, Theodor: Heimat. http://www.gedichtsuche.de/gedicht/items/Heimat%20-%20Fontane,%20Theodor.html, 20.03.2020