2.3 Übung: Die eigenen Gedanken tracken

In der vorherigen Lektion hast du erfahren, dass ein “langsameres” und reflektiertes Denken förderlich für den Umgang mit Ambiguität ist. Diese Übungseinheit zielt darauf ab, dir verschiedene Tools und Methoden an die Hand zu geben, die dir bei den folgenden Punkten helfen:
- Wie finde ich eigene unbewusste “Confirmation Biases” heraus?
- Wie kann ich Glaubenssätze und Denkmuster umwandeln?
- Wie kann ich mir meine Gedanken im Alltag bewusster machen?
Option 1: “Land of Mind” Reflexionsvorlagen der Joy Academy
Nutze hierfür die Materialien der Joy Academy von Prof. Dr. Kathrin Koester unter der Kategorie “Land of Mind”. Klicke hier um zum Blog zu gelangen.
Folgende Vorlagen findest du auf dem Blog:
- Thought Trackers
- Mental Model Spotter
- Self-Perception Tool
- Tag Word Technique
- Expectation Tracker
- Role Swapping Tool
Du kannst dir die dort befindlichen Unterlagen herunterladen und entweder digital oder analog bearbeiten. Suche dir einfach eine der verschiedenen Übungen aus und mache einen “Deep Dive” in deine eigene Gedankenwelt.
Option 2:"Gedankentransformation
Für die folgende Übung benötigst du:
- Zettel & Stift
- 10-15 Minuten Zeit
- Theoretisches Wissen der vorherigen Lektion
Schritt 1: Gedankenverfolgung und Analyse:
Beobachte deine Gedanken während eines normalen Tages oder halte während einer Woche ein Denktagebuch. Notiere, welche Informationen du aufnimmst und wie du sie interpretierst. Identifiziere dabei, ob und wie der Confirmation Bias sich in deinem Denken zeigt.
Schritt 2: Identifikation von Glaubenssätzen:
Analysiere deine aufgezeichneten Gedanken und identifiziere negative Glaubenssätze, die sich wiederholen. Diese können beispielsweise selbstkritische Überzeugungen, Ängste oder pessimistische Annahmen sein.
Schritt 3: Umwandlung in positive Affirmationen:
Nimm dir Zeit, um jeden identifizierten negativen Glaubenssatz in eine positive Affirmation umzuwandeln. Stelle sicher, dass die Affirmationen konstruktiv, realistisch und auf Selbststärkung ausgerichtet sind.
Beispiel: Negativer Glaubenssatz: "Ich bin nicht gut genug für diese Aufgabe." Positive Affirmation: "Ich bin fähig und kompetent. Ich kann Herausforderungen erfolgreich bewältigen."
Schritt 4: Integration der Affirmationen:
Integriere die positiven Affirmationen aktiv in deinen Alltag. Wiederhole sie regelmäßig, insbesondere in Momenten, in denen der Confirmation Bias oder andere negative Denkmuster auftreten könnten.
Schritt 5: Beobachtung und Weiterentwicklung:
Setze die Gedankenverfolgung fort und beobachte, wie sich deine Denkmuster verändern. Reflektiere regelmäßig, wie die Umwandlung von Glaubenssätzen in positive Affirmationen deine Einstellung zu unsicheren oder ambigen Situationen beeinflusst.
Reflexionsfragen:
- Welche negativen Glaubenssätze hast du identifiziert und in positive Affirmationen umgewandelt?
- Wie haben sich deine Gedankenmuster und deine Einstellung zu Unsicherheiten im Laufe der Zeit verändert?
- Welche Strategien hast du entwickelt, um positive Affirmationen in deinen Alltag zu integrieren?