In den kommenden Lerneinheiten werden wir uns einen Überblick über verschiedene bekannte Kommunikationsmodelle verschaffen, um eine Wissensgrundlage zu bekommen, auf der wir in den folgenden Lektionen 2 und 3 aufbauen werden.

Starten wir mit dem Sender-Empfänger-Modell:

In der Welt der Kommunikation spielt das Sender-Empfänger-Modell eine zentrale Rolle, um zu verstehen, wie Informationen zwischen Menschen ausgetauscht werden. Das Sender-Empfänger-Modell ist ein grundlegendes Konzept in der Kommunikation, das in vielen Lebensbereichen, einschließlich dem Studium und der Berufswelt, relevant ist.

Im folgenden Video erfährst du alles über dieses Modell. Im Anschluss kannst du dein Wissen in einer praktischen Übung unter Beweis stellen. Also passt gut auf!

Quelle: https://www.youtube-nocookie.com/embed/9-WbAEY0SWw?si=6YVW0YwtA54p6tdm

Die Grundlagen des Modells:

  • Sender:
    Der Sender ist die Person oder die Entität, die eine Nachricht sendet. In einem universitären Kontext könnte der Sender ein Professor, ein Kommilitone, ein Unternehmen oder eine Vorgesetzte sein.
  • Botschaft:
    Die Botschaft ist die Information oder Nachricht, die der Sender an den Empfänger übertragen möchte. Beispiele für Botschaften könnten sein: eine Vorlesung über ein bestimmtes Thema, eine E-Mail mit Informationen zu einem Projekt oder eine mündliche Präsentation in einem Vorstellungsgespräch.
  • Empfänger:
    Der Empfänger ist die Person oder die Gruppe, die die Botschaft empfängt und interpretiert. Im Studium können Empfänger Studenten, Professoren, Tutoren oder Gruppenmitglieder sein. In der Berufswelt könnten Empfänger Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner sein.
  • Kommunikationskanal:
    Der Kommunikationskanal ist der Weg, über den die Botschaft übertragen wird. Beispiele für Kommunikationskanäle sind Vorlesungen, E-Mails, Textnachrichten, Face-to-Face-Gespräche, Telefonate oder Videokonferenzen.

Der Kommunikationsprozess:

Der Kommunikationsprozess beinhaltet die Abfolge von Schritten, die in der Kommunikation zwischen Sender und Empfänger stattfinden. Dieser Prozess kann wie folgt beschrieben werden:

  1. Kodierung:
    Der Sender formuliert die Nachricht und wählt die Kommunikationsmittel, die er verwenden möchte.
  2. Übertragung:
    Die Nachricht wird vom Sender an den Empfänger übermittelt, sei es mündlich, schriftlich oder auf andere Weisen.
  3. Dekodierung:
    Der Empfänger empfängt die Nachricht und versucht, sie zu interpretieren, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen und Wissen.
  4. Feedback:
    Der Empfänger gibt Rückmeldung an den Sender. Diese Rückmeldung kann Fragen, Bestätigungen oder Anmerkungen enthalten.
  5. Rückkopplung (Feedback):
    Der Sender erhält das Feedback und kann seine Kommunikation anpassen oder weiterführen, um sicherzustellen, dass die Nachricht verstanden wurde.

Deshalb ist es wichtig, folgende Punkte zu beachten…

  • Gemeinsame Sprache/Codes:
    Damit die Kommunikation effektiv ist, müssen Sender und Empfänger eine gemeinsame Sprache oder Codes verwenden. Im Studium bedeutet dies, dass beide Seiten die spezifischen Fachbegriffe und Konzepte verstehen müssen. In der Berufswelt ist es wichtig, die Unternehmenskultur und branchenspezifische Terminologie zu beherrschen.

    → Angenommen, du arbeitest in einer Anwaltskanzlei. In diesem Umfeld ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Anwälte und Rechtsanwaltsfachangestellten die spezifische juristische Terminologie und Rechtspraxis verstehen. Wenn ein Kunde Informationen über einen "Verstoß gegen das geistige Eigentumsrecht" benötigt, muss das Team eine gemeinsame Sprache verwenden, um den Kunden effektiv beraten zu können. Wenn einige Teammitglieder nicht verstehen, was dieser Begriff bedeutet, kann dies die Qualität der rechtlichen Beratung beeinträchtigen.

  • Störungen/Rauschen:
    Störungen oder Rauschen sind Elemente, die den Kommunikationsprozess beeinträchtigen können. Das können physische Faktoren wie laute Umgebungen, technische Probleme oder persönliche Vorurteile sein, die die Interpretation der Botschaft erschweren.

    → Während einer Vorlesung an der Universität sitzt du in einem überfüllten Hörsaal, und draußen auf dem Campus findet eine laute Baustelle statt. Das Baulärm und die Geräusche von schweren Maschinen stellen eine physische Störung dar, die den Kommunikationsprozess zwischen dem Professor und den Studierenden erheblich beeinträchtigen kann. Der Professor spricht über wichtige Konzepte, aber aufgrund des Lärms können die Studierenden die Botschaft nicht klar hören und verstehen.

Sei ehrlich…

… Modelle können oft sehr abstrakt sein und/ oder vereinfachen die Realität so sehr, dass man nicht weiß, wie und ob sie im Alltag überhaupt anwendbar sind. Wie siehst du das bei diesem Modell? Bringt es dir in deinem Alltag einen Mehrwert oder hast du Kritik an dem Modell? Teile deine Meinung gerne im Forum.

Quellen & Literatur:


Zuletzt geändert: Dienstag, 23. Januar 2024, 12:47