Wir sehen uns gemeinsam die Phasen des Design Thinking an und betrachten dabei ein Beispiel, um das Konzept besser zu verstehen.

  1. Empathie (Empathize) 

    Diese Phase ist euer Startpunkt. Ihr taucht in die Welt eurer Zielgruppe ein, um ihre Bedürfnisse, Wünsche und Probleme zu verstehen. Nehmen wir an, ihr entwickelt eine App für Studierende, die beim Zeitmanagement helfen soll. Ihr würdet Gespräche mit Studierenden führen, ihren Alltag beobachten und so ein tiefes Verständnis für ihre Herausforderungen im Zeitmanagement gewinnen.

  2. Smart-Action: Beobachte und Empathisiere! 👥 👥

    Wende heute die erste Phase des Design Thinking an - das 'Verstehen und Empathisieren'. Beobachte die Menschen in deinem direkten Arbeitsumfeld, versuche ihre Bedürfnisse und Anliegen zu verstehen. Im Design Thinking besteht die erste Phase darin, die Nutzer*innen und deren Bedürfnisse zu verstehen. Diese Phase wird häufig 'Verstehen und Empathisieren' genannt. Durch Beobachten und Zuhören bekommt man ein tieferes Verständnis für die Nutzer*innen und deren Anforderungen.

  3. Definition (Define)

    Jetzt definiert ihr das Kernproblem, das ihr lösen wollt. Auf Basis eurer Empathiearbeit identifiziert ihr das Hauptproblem – in unserem Beispiel könnte das die Schwierigkeit sein, Studium, Nebenjob und Freizeit zu balancieren.

  4. Ideenfindung (Ideate) 

    In dieser kreativen Phase brainstormt ihr so viele Lösungsideen wie möglich. Hier gibt es keine Grenzen – je kreativer, desto besser. Vielleicht kommt ihr auf Ideen wie eine App, die individuelle Studienpläne erstellt oder eine, die motivierende Erinnerungen sendet.

  5. Smart-Action: Brainstorming Session! 💡 💡

    Plane heute eine kurze Brainstorming Session mit deinem Team, um kreative Lösungen für ein Problem zu finden. Denke daran, dass beim Brainstorming alle Ideen willkommen sind, egal wie verrückt sie auch sein mögen. Eine der Kernphasen des Design Thinking ist das 'Ideenfaszilitieren', auch bekannt als Brainstorming oder Ideation. Dabei wird ein kreativer Prozess gefördert, bei dem Teammitglieder spontan Ideen und Vorschläge zu einem bestimmten Problem oder Thema austauschen.

  6. Prototyping

    Ihr wählt eine oder mehrere Ideen aus und entwickelt Prototypen. Das könnten einfache Versionen eurer App sein, die die Kernfunktionalitäten zeigen. Das Ziel ist es, schnell etwas Greifbares zu schaffen, um es testen zu können.

  7. Smart-Action: Prototypte deine Ideen! 🎨 🎨

    Nimm dir heute eine kleine Herausforderung vor und erstelle einen schnellen Prototyp einer möglichen Lösung. Das kann ein einfaches Modell, eine Zeichnung oder sogar eine Geschichte sein, mit der du deine Idee veranschaulichen kannst. Prototyping ist eine weitere Phase im Design Thinking Prozess, bei der Ideen in greifbare Ausdrucksformen umgesetzt werden. Mit Prototypen können die Benutzenden Ihre Ideen 'anfassen' und Ihnen Feedback dazu geben. Dieses Feedback kann wiederum zur Verbesserung und Anpassung der Lösung genutzt werden.

  8. Testing 

    Jetzt testet ihr eure Prototypen. Ihr gebt sie echten Studierenden zum Ausprobieren und sammelt Feedback. Vielleicht stellt ihr fest, dass die Nutzer*innen eine Funktion zur Priorisierung von Aufgaben wünschen, die ihr bisher nicht bedacht habt.

Das Schöne am Design Thinking ist, dass es nicht linear abläuft. Ihr könnt jederzeit zu einer früheren Phase zurückkehren, um eure Ideen zu verfeinern oder neue Erkenntnisse einzubauen. Es ist ein iterativer Prozess, der Flexibilität und Offenheit für Veränderungen erfordert.

Dieses Video schafft es, Design Thinking in 90 Sekunden vorzustellen.

Quelle: https://www.youtube-nocookie.com/embed/vQytKCT563I?si

Design Thinking ist also eine kreative und kollaborative Problemlösungsstrategie, die darauf abzielt, relevante Lösungen für die Bedürfnisse von Nutzer*innen zu entwickeln. Die Methode ist nicht nur ein Prozess, sondern umfasst auch einen "Methodenkoffer" und ein spezifisches Mindset.

In diesem wunderbaren Blog (DarkHorse Blog (2024)- dark horse ist eine der führenden Agenturen zum Thema Design Thinking) erfahrt ihr noch viele weitere Details zu den einzelnen Phasen. Jetzt geht es erst einmal zur Ideenentwicklung mit Design Thinking.

Quellen und Literatur

Dark Horse Innovation. (2023). New Workspace Playbook: Das unverzichtbare Praxisbuch für neues Arbeiten in neuen Räumen (Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe 2023). Murmann. WorldCat-Link

Dark Horse Innovation. (2022). Digital Innovation Playbook. Das unverzichtbare Arbeitsbuch für Gründerinnen, Macherinnen und Managerinnen: Das unverzichtbare Arbeitsbuch für Gründer, Macher und Manager* (8. aktualisierte Auflage). Murmann. WorldCat-Link

Meinel, C., Leifer, L. & Plattner, H. (2011). Design Thinking. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-642-13757-0

Zuletzt geändert: Mittwoch, 21. Februar 2024, 13:25