Also lasst uns einchecken und beginnen:

Was ist Zukunft- und Gestaltungskompetenz?

Zukunfts- und Gestaltungskompetenz, wie sie von Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers (Professor für Bildungsmanagement und Lebenslanges Lernen an der DHBW) definiert wird, ist "die Fähigkeit,  mit Mut zum Neuen, Veränderungsbereitschaft und Vorwärtsgewandtheit, die derzeit gegebenen Situationen in andere, neue und bisher nicht bekannte Zukunftsvorstellungen weiterzuentwickeln und diese gestalterisch anzugehen" (Ehlers 2020, S. 89). 

Weitere Bezugskompetenzen sind dabei:

  1. Veränderungsbereitschaft: Diese Kompetenz bezieht sich auf die Fähigkeit und Bereitschaft einer Person, Veränderungen in der Umwelt, Technologie oder Gesellschaft offen und flexibel zu begegnen. Sie ist zentral für die Zukunfts- und Gestaltungskompetenz, da sie ermöglicht, sich anpassungsfähig zu zeigen und proaktiv auf Veränderungen zu reagieren, statt nur zu reagieren.
  2. Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung: Diese Kompetenz umfasst das ständige Streben nach Verbesserung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen. Sie ist eng mit der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz verknüpft, da sie die Basis für Wachstum und Entwicklung bildet und sicherstellt, dass Individuen und Organisationen sich stetig weiterentwickeln und an neue Herausforderungen anpassen.
  3. Zukunftsfokus: Dies bezeichnet die Fähigkeit, vorausschauend zu denken und langfristige Ziele und Visionen zu entwickeln. Im Rahmen der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz ist ein starker Zukunftsfokus entscheidend, um nicht nur auf aktuelle Trends zu reagieren, sondern auch zukünftige Entwicklungen und Möglichkeiten proaktiv zu gestalten.
  4. Mut zu Neuem: Diese Kompetenz beinhaltet die Bereitschaft, Risiken einzugehen und neue, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Im Kontext der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz ist Mut zu Neuem essentiell, um Innovationen zu fördern und sich von traditionellen Denk- und Handlungsmustern zu lösen.
  5. Entwicklungsbereitschaft: Hierbei geht es um die kontinuierliche Bereitschaft, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Sie ist ein Kernbestandteil der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz, da sie das Fundament für lebenslanges Lernen und die Anpassung an sich ständig ändernde Anforderungen bildet.
  6. Selbstherausforderung: Diese Kompetenz bezieht sich auf die Fähigkeit und den Willen, sich selbst zu fordern und eigene Grenzen zu erkennen und zu erweitern. Im Rahmen der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz ist die Selbstherausforderung wichtig, um sich kontinuierlich zu verbessern und aktiv an der Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft mitzuwirken.

In den folgenden Modulen dieses Kurses wirst du tiefer in diese Kompetenzen eintauchen und praktische Fähigkeiten erwerben, um sie effektiv in deinem Studium, deinem gesellschaftlichen Leben und deiner zukünftigen beruflichen Laufbahn einzusetzen.

Dazu ist es zunächst wichtig, auch eigene Ziele zu formulieren.

Smart-Action: Zukunftsziele festlegen 🎯 📝

Was möchtest du in der Zukunft erreichen oder gestalten? Schreibe eine Vision deiner Zukunft für in einem Jahr. Mach das Ganze konkret. Eine Vision deiner Zukunft zu haben, ist ein wichtiger Bestandteil der Zukunfts- und Gestaltungskompetenz. Es hilft dir, deine Ziele zu erreichen und gibt dir eine Richtung vor.

Quellen und Literatur

Ehlers, U.-D. (2020). Future Skills. Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-29297-3


Zuletzt geändert: Mittwoch, 13. März 2024, 10:09