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Daten speichern
Computer, Smartphones und Tablets verarbeiten täglich große Mengen an Daten. Dazu gehören Texte, Bilder, Videos, Musik, Programme und Spiele. Damit diese Informationen nicht verloren gehen, werden sie auf verschiedenen Speichermedien gespeichert.
Die Speichermedien unterscheiden sich unter anderem bei ihrer Größe, Geschwindigkeit, Lebensdauer und Speicherkapazität.
Einheiten für Datenmengen
Die kleinste Einheit für digitale Informationen ist das Bit. Ein Bit kann genau zwei Zustände annehmen:
-
0
-
1
Aus mehreren Bits lassen sich größere Datenmengen bilden. Acht Bit ergeben ein Byte.
Die wichtigsten Einheiten sind:
| Einheit | Umrechnung |
|---|---|
| 1 Byte | 8 Bit |
| 1 Kilobyte | ungefähr 1.000 Byte |
| 1 Megabyte | ungefähr 1.000 Kilobyte |
| 1 Gigabyte | ungefähr 1.000 Megabyte |
| 1 Terabyte | ungefähr 1.000 Gigabyte |
In der Informatik wurde lange mit dem Faktor 1.024 gerechnet. Daher findet man manchmal auch die Angabe, dass ein Kilobyte aus 1.024 Byte besteht. Die genaue Bezeichnung dafür lautet heute Kibibyte.
Je größer eine Datei ist, desto mehr Speicherplatz benötigt sie. Ein kurzer Text braucht beispielsweise nur wenig Speicherplatz. Fotos, Videos und Computerspiele können dagegen mehrere Megabyte oder Gigabyte groß sein.
Lochkarten
Eine Lochkarte besteht aus festem Karton. Informationen werden durch ein bestimmtes Muster aus gestanzten Löchern gespeichert.
Bereits im 19. Jahrhundert wurden Lochkarten zur Steuerung automatisierter Webstühle verwendet. Später dienten sie auch zur Eingabe und Speicherung von Daten bei Computern.
Eine einzelne Lochkarte konnte nur sehr wenige Daten speichern. Außerdem benötigten große Programme oft ganze Stapel von Lochkarten. Ab den 1960er-Jahren wurden Lochkarten zunehmend durch andere Speichermedien ersetzt.
Magnetbänder
Magnetbänder bestehen aus langen Kunststoffbändern mit einer magnetisierbaren Beschichtung. Die Daten werden magnetisch auf dem Band gespeichert.
Auf Magnetbändern lassen sich große Datenmengen speichern. Der Zugriff auf eine bestimmte Datei kann jedoch länger dauern, weil das Band zuerst bis zur passenden Stelle gespult werden muss.
Früher wurden auch Musik- und Videokassetten mithilfe von Magnetbändern gespeichert. Heute kommen Magnetbänder vor allem in Unternehmen und Rechenzentren zur langfristigen Sicherung großer Datenmengen zum Einsatz.
Disketten
Die Diskette, auf Englisch Floppy Disk, war lange ein beliebtes tragbares Speichermedium. Sie speicherte Daten ebenfalls magnetisch und war in verschiedenen Größen erhältlich.
Disketten waren klein und leicht zu transportieren. Ihre Speicherkapazität war jedoch sehr gering. Eine häufig verwendete 3,5-Zoll-Diskette konnte nur etwa 1,44 Megabyte speichern.
Wegen ihrer geringen Kapazität, langsamen Geschwindigkeit und begrenzten Lebensdauer werden Disketten heute kaum noch verwendet.
CD, DVD und Blu-ray
Die Abkürzung CD steht für Compact Disc. Eine CD wird mit einem Laser gelesen und gehört deshalb zu den optischen Speichermedien.
Mit einem CD-Brenner können Daten auf eine CD geschrieben werden. Dabei unterscheidet man:
-
CD-R: kann normalerweise nur einmal beschrieben werden
-
CD-RW: kann gelöscht und erneut beschrieben werden
DVDs und Blu-ray-Discs funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Sie besitzen jedoch mehr Speicherplatz als CDs.
Typische Speicherkapazitäten sind:
| Medium | Ungefähre Kapazität |
|---|---|
| CD | 700 MB |
| DVD | 4,7 GB |
| Blu-ray | 25 GB oder mehr |
DVDs und Blu-rays wurden besonders häufig für Filme, Spiele und Sicherungskopien verwendet.
Festplatten und SSDs
Eine klassische Festplatte wird als HDD bezeichnet. Die Abkürzung steht für Hard Disk Drive.
In einer HDD befinden sich rotierende magnetische Scheiben. Ein beweglicher Schreib- und Lesekopf speichert und liest die Daten. Festplatten bieten viel Speicherplatz und sind vergleichsweise günstig.
Moderne Geräte verwenden häufig eine SSD. Die Abkürzung steht für Solid State Drive. Eine SSD speichert Daten elektronisch und besitzt keine beweglichen Teile.
SSDs haben mehrere Vorteile:
-
Sie sind schneller als klassische Festplatten.
-
Sie arbeiten leiser.
-
Sie verbrauchen weniger Strom.
-
Sie sind weniger empfindlich gegenüber Erschütterungen.
HDDs werden weiterhin verwendet, wenn besonders viel Speicherplatz zu einem günstigen Preis benötigt wird.
USB-Sticks und Speicherkarten
USB-Sticks sind kleine, tragbare und wiederbeschreibbare Speichermedien. Sie werden über einen USB-Anschluss mit einem Computer verbunden.
Mit einem USB-Stick lassen sich Dateien schnell zwischen verschiedenen Geräten übertragen. Wegen ihrer kleinen Größe können USB-Sticks jedoch leicht verloren gehen.
Speicherkarten funktionieren ähnlich. Sie werden häufig in folgenden Geräten eingesetzt:
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Smartphones
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Tablets
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Digitalkameras
-
Drohnen
-
Spielkonsolen
Bekannte Arten sind SD- und microSD-Karten.
Cloudspeicher
Bei einem Cloudspeicher werden die Daten nicht nur auf dem eigenen Gerät, sondern auf einem entfernten Server gespeichert. Der Zugriff erfolgt über das Internet.
Cloudspeicher bieten verschiedene Vorteile:
-
Die Daten können von unterschiedlichen Geräten abgerufen werden.
-
Dateien können mit anderen Personen geteilt werden.
-
Auf dem eigenen Gerät wird weniger Speicherplatz benötigt.
-
Dateien können zusätzlich gesichert werden.
Eine Internetverbindung ist jedoch meistens notwendig. Außerdem sollte man darauf achten, welche Daten hochgeladen werden und wie der Anbieter sie schützt.
Cloudspeicher werden beispielsweise für Dokumente, Fotos und Sicherungskopien verwendet.
Streamingdienste
Auch bei Streamingdiensten befinden sich Musik, Filme oder Serien auf den Servern eines Anbieters. Die Inhalte werden über das Internet übertragen und müssen normalerweise nicht vollständig auf dem eigenen Gerät gespeichert werden.
Dadurch können sehr viele Inhalte genutzt werden, ohne dass sie dauerhaft Speicherplatz auf dem Gerät belegen. Für eine störungsfreie Wiedergabe wird jedoch eine ausreichend schnelle Internetverbindung benötigt.
Zusammenfassung
Im Laufe der Zeit wurden Speichermedien immer kleiner, schneller und leistungsfähiger.
Frühere Speichermedien wie Lochkarten und Disketten boten nur wenig Platz. Moderne SSDs, Speicherkarten und Cloudspeicher können dagegen sehr große Datenmengen speichern.
Welches Speichermedium geeignet ist, hängt vom Einsatzzweck ab:
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SSD: schnell und zuverlässig
-
HDD: viel Speicherplatz zu einem günstigen Preis
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USB-Stick: gut für den Transport von Dateien
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Speicherkarte: besonders für mobile Geräte
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Cloud: Zugriff über verschiedene Geräte
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Magnetband: langfristige Sicherung großer Datenmengen