Rollenklärung und Standortbestimmung

Eine Rolle in einem sozialen Kontext bezieht sich auf das Verhalten, die Erwartungen und die Funktionen, die eine Person in einer bestimmten Situation oder in Beziehungen zu anderen Menschen übernimmt. Rollen helfen dabei, soziale Interaktionen zu organisieren und erleichtern die Vorhersehbarkeit und das reibungslose Funktionieren von Gesellschaften und Gruppen. Rollen können sich in verschiedenen Situationen und Kontexten ändern, und eine Person kann mehrere Rollen gleichzeitig in ihrem Leben einnehmen.
Im Leben nehmen Menschen eine Vielzahl von Rollen ein, darunter:

  • Familiäre Rollen: innerhalb der Familie, wie Eltern, Geschwister, Kinder, Großeltern usw.
  • Berufliche Rollen: Positionen und Aufgaben im beruflichen Umfeld, wie Manager, Angestellte, Lehrer, Ärzte, handwerkliche Berufe, usw.
  • Soziale Rollen: in sozialen Gruppen oder Organisationen, wie Freund, Mitglied eines Vereins, Teammitglied, usw.
  • Gesellschaftliche Rollen: Dies sind Rollen, die in der Gesellschaft allgemein erwartet werden, wie Bürger, Wähler, Steuerzahler, usw.
  • Geschlechtsrollen: Erwartungen und Verhaltensweisen, die mit dem biologischen Geschlecht in einer bestimmten Kultur oder Gesellschaft verbunden sind.
Rollenerwartungen sind die Erwartungen, die mit einer bestimmten Rolle verbunden sind. Sie definieren, wie eine Person in dieser Rolle handelt, welche Verantwortlichkeiten sie übernehmen sollte und welche Verhaltensweisen erwünscht sind. Rollenerwartungen können kulturell, gesellschaftlich und situativ unterschiedlich sein. Zum Beispiel werden Eltern die Erwartungen zugeschrieben, ihre Kinder zu erziehen und zu schützen, während von einem Manager erwartet wird, das Team zu führen und Ergebnisse zu erzielen.
Es ist wichtig zu beachten, dass es manchmal Konflikte zwischen den Rollen, die wir einnehmen, und den damit verbundenen Erwartungen geben kann. Diese Konflikte können zu Stress und Unsicherheit führen, und es ist eine wichtige Aufgabe meiner persönlichen Entwicklung, Strategien zu entwickeln, um mit solchen komplexen Herausforderungen umzugehen und mein Gleichgewicht zu finden.

Für George Herbert Mead ist eine Rolle eine soziale Position oder eine Erwartung, die mit einer bestimmten sozialen Position verbunden ist. Hier sind die zentralen Konzepte im Kontext von Meads Theorien:

Rolle Eine Rolle ist eine soziale Position, die eine Person in einer bestimmten sozialen Situation oder in einer Gruppe einnimmt. Sie umfasst die Erwartungen und Verhaltensweisen, die mit dieser Position verbunden sind. Zum Beispiel kann die Rolle eines Lehrers die Erwartung beinhalten, Wissen zu vermitteln und Schüler zu unterrichten. 

Selbst Mead betonte die Bedeutung des Selbstkonzepts in Bezug auf Rollen. Er argumentierte, dass das Selbst in zwei Teile aufgeteilt ist: das "ich" (I) und das "mich" (Me). Das "ich" repräsentiert das individuelle Selbst, das Handlungen ausführt, während das "mich" das soziale Selbst repräsentiert, das von den Erwartungen und Rollen der Gesellschaft beeinflusst wird. 

Generalisiertes Anderes Mead führte das Konzept des "generalisierten Anderen" ein, um zu erklären, wie Menschen ihre soziale Identität entwickeln. Das generalisierte Andere ist eine abstrakte Vorstellung davon, wie die Gesellschaft oder eine Gruppe von Menschen auf bestimmte Verhaltensweisen oder Rollen reagieren würde. Es beeinflusst, wie eine Person ihre eigenen Handlungen wahrnimmt und ausführt.

In Meads Perspektive nehmen Menschen im Leben verschiedene Rollen ein, je nach den sozialen Situationen, in denen sie sich befinden. Diese Rollen sind Teil ihres sozialen Selbst und beeinflussen ihr Verhalten und ihre Identität. Die Rollenerwartungen werden durch die Interaktionen und Kommunikation mit anderen Mitgliedern der Gesellschaft oder der sozialen Gruppe entwickelt und internalisiert.

Welche Rollen nimmst du in deinem alltäglichen Leben, Studieren und Arbeiten ein?

Science Hack: George Herbert Mead

Zusammenfassend gesagt, war George Herbert Mead ein einflussreicher Sozialpsychologe und Interaktionist, der das Konzept der sozialen Rolle, der sozialen Identität und das Selbst erforschte. Er betonte die Wechselwirkung zwischen individuellem Selbst und sozialem Selbst sowie die Bedeutung von Rollen und Erwartungen in der sozialen Identitätsbildung.

Smart-Action: Standort- und Zielbestimmung

Nimm dir jetzt Zeit für eine Standortbestimmung und beantworte in Ruhe folgende Fragen für dich ganz persönlich: 

Denke an vergangene Herausforderungen zurück: Wie verhältst du dich in solchen Situationen? 🎭 Nimm dir ebenfalls Zeit und beantworte in Ruhe folgende Frage für dich ganz persönlich: Wie möchtest du dich zukünftig in Herausforderungen verhalten? 🎭

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Mache heute eine Liste, welche positiven Entwicklungen es im letzten Jahr gab. Wenn du möchtest, gerne mit jemandem zusammen!

Quellen und Literatur

Siehe zusätzlich auch: Sander, W. (2016). Der Symbolische Interaktionismus. https://www.bpb.de/lernen/angebote/grafstat/krise-und-sozialisation/240818/der-symbolische-interaktionismus/

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