2.3 Wissensmanagement
Was ist Wissen? Michael Polany
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In seinem Buch "The Tacit Dimension" (1966) unterscheidet der ungarische Philosoph und Wissenschaftler Michael Polanyi zwischen zwei Formen von Wissen: implizitem und explizitem Wissen.
Implizites Wissen ist das Wissen, das wir in unseren Köpfen haben, aber nicht so einfach ausdrücken können. Es umfasst unsere Erfahrungen, unser Können und unsere Intuition.
Beispiele für implizites Wissen:
- Die Fähigkeit, ein Fahrrad zu fahren
- Das Wissen, wie man einen Kuchen backt
- Die Fähigkeit, ein Instrument zu spielen
- Die Intuition, wie man sich in einer bestimmten Situation verhalten soll
Explizites Wissen ist das Wissen, das wir in Form von Daten, Fakten und Regeln ausdrücken können. Es umfasst Wissen, das in Büchern, Artikeln oder Software dokumentiert ist.
Beispiele für explizites Wissen:
- Die Formel für die Berechnung des Flächeninhalts eines Kreises
- Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs
- Die Bedienungsanleitung für ein Gerät
- Die Gesetze des Landes
Der wichtigste Unterschied zwischen implizitem und explizitem Wissen besteht darin, dass implizites Wissen nicht so leicht ausgedrückt werden kann wie explizites Wissen. Implizites Wissen ist oft unbewusst und kann nur durch Erfahrung und Übung erworben werden. Explizites Wissen hingegen kann durch Lernen und Dokumentation erworben werden.
Implizites Wissen ist wichtig für die Praxis.
Implizites Wissen ist in vielen Bereichen des Lebens wichtig, insbesondere in der Praxis. Implizites Wissen ermöglicht es uns, komplexe Aufgaben zu erledigen und Probleme zu lösen, ohne dass wir uns darüber bewusst sind, wie wir es tun.
Explizites Wissen ist wichtig für die Weitergabe von Wissen.
Explizites Wissen ist wichtig für die Weitergabe von Wissen. Durch die Dokumentation von explizitem Wissen können wir anderen Menschen Wissen vermitteln, ohne dass sie die gleichen Erfahrungen machen müssen wie wir.
Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass das explizite Wissen leicht in ein Wissensmanagement-System hinterlegt werden kann.
Wie auch das implizite Wissen letztendlich in explizites Wissen überführt und somit festgehalten werden kann und am Ende wieder neues Wissen erzeugt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
Quellen und Literatur
Polanyi, M. & Sen, A. K. (2009). The tacit dimension . The University of Chicago Press. WorldCat-Link