Vorsokratiker

Es gab Menschen, große Denker, die die Natur betrachteten und angerührt von dem Geheimnischarakter des Kosmos und grübelnd über den Sinn des Daseins, aus dem tiefsten inneren Verwundern und Erstaunen (thaumazein) heraus die Frage aufwarfen nach dem Ursprung und dem Anfang der Erde, des Meeres, des Himmels, der Himmelskörper, nach den Hintergründen dieser Welt und dieses Kosmos'. Sie fragten nach dem Urgrund und dem Bleibenden. Das allein war im Grunde genommen eigentlich nichts Neues, denn die Urheber des bisher herrschenden Glaubens hatten das wohl genauso gemacht.

Der Unterschied zwischen diesen beiden jedoch besteht in dem Gebrauch unterschiedlicher Werkzeuge: Während die einen die Dinge und deren Ursachen durch die Mythen deuteten, suchten die anderen mittels der Vernunft durch Gründe und Gegengründe die Wahrheit zu erforschen. Das letztere eben ist Naturphilosophie (von griechisch philo und sophia: "Liebe zur Weisheit")! Aus dem Verwundern über die Götter und die sinnvoll geordnete Welt erwuchs allmählich das Prüfen und das Nachgrübeln und das Gründesuchen. Der Göttermythos wurde stark zurückgedrängt. Das typische Fragewort der Philosophen ist das Warum.

(Quelle: http://www.latein-pagina.de/iexplorer/turkey/vorsokrat/vorsokrat.htm)

 

» Glossar