Blues...
| Site: | pro.digbi |
| Course: | Blues |
| Book: | Blues... |
| Printed by: | Gast |
| Date: | Saturday, 6 June 2026, 6:32 AM |
Description
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Table of contents
- 1. Wo kommt der Blues her, was ist Blues eigentlich?
- 2. Einige Äußerungen zum Blues
- 3. Blues hören
- 4. Blues selber spielen und singen - die Melodie
- 5. Ein mögliche Begleitung zu unserem Blues
- 6. Was macht einen Blues aus? Wir untersuchen es genauer.
- 7. Freies Spiel: Improvisation
- 8. Wie geht es weiter? Rhythm and Blues, Rock'n Roll, Boogie Woogie, Jazz-Blues
- 9. Anhänge: transponierte Noten
Wo kommt der Blues her, was ist Blues eigentlich?
Feeling blue bedeutet in etwa „in trauriger Stimmung sein, mies drauf sein“. Blues war die Musik der ehemaligen Sklaven im amerikanischen Süden, deren Lebenssituation sich aber nach der Befreiung 1865 nicht entscheidend gebessert hatte. Noch immer
lebten sie in größter Armut, in Hütten, ohne medizinische Versorgung, immer noch abhängig von ihren ehemaligen Herren.

https://www.flickr.com/photos/21364318@N05/41584570541
"Negro children in Georgia [J. Dimock] 1907"
by
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CC BY-NC-SA 2.0 29.12.2020

Auch heutige Interpret*innen wie Amy Winehouse (1983 – 2011, Album „Back to Black“) oder der Gitarrist Eric Clapton (*1945) musizieren immer noch den Blues.

https://api.creativecommons.engineering/v1/thumbs/c32a2078-c70d-4e69-ab6f-84499fedc0bf

http://www.humebluesclub.com/articles/blues-music-quotes.htm, 14.12.2020

By Courtland Bresner - http://www.earlyblues.com/down_t12.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1338460
Fasse die Kernaussagen dieser Äußerungen kurz zusammen.
Höre dir ein paar Blues-Beispiele an und
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achte auf gemeinsame Merkmale (auch vom Text her),
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aber auch auf Unterschiede.
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Wer sind die Interpret*innen, was kannst du über sie heraus finden?
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Gab es in deren Leben auch "bluesige" Momente?
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Spiele oder singe den folgenden Blues:
(kein Original-Song, aber einer, dessen Melodie sehr gut mit fast jedem Instrument gespielt werden kann)
Falls du ein Saxophon, eine Klarinette, eine Trompete oder eine Posaune hast, findest du im Anhang auch noch transponierte Stimmen, also Noten, die für dein Instrument passen. Es wird dir auffallen, dass die Achtel nicht wie richtige Achtel gespielt werden, die erste Achtelnote ist immer länger. („duu-bi“). Oft steht dann in den NotenZu diesem Blues gibt es eine Aufnahme und ein Playback.

Aufgabe: Schreibe noch mindestens eine zusätzliche Strophe.
...und eine etwas interessantere Begleitung:

Walking Bass
Eine solche in Vierteln durchlaufende Bass-Begleitung heißt auch walking bass (sprich [beis]).)
Schaue dir unseren Blues genauer an:
Welche Töne werden in der Melodie verwendet? Es sind vorne zwei # vorgezeichnet. Du brauchst also Auflösungszeichen!
Wie ist das Stück insgesamt aufgebaut
(Gibt es gleiche, ähnliche Teile)? Beachte dabei den Text und die Melodie?
Beschreibe die Aussage des Textes.
Trage die Akkorde dieses Blues in das folgende Schema ein:
… ein bisschen Theorie: Akkorde im Blues
Anmerkung: Was ist mit „Funktion“ gemeint?
Unser Blues steht in D, also ist die Grundlage eine Tonleiter auf d:
Die wichtigsten Begleit-Akkorde stehen auf der I. Stufe (Tonika), der IV. Stufe (Subdominante) und der V. Stufe (Dominante), Kurzformen T, S, D. Tonika, Subdominante und Dominante heißen auch „Funktionen“.

Du hast bemerkt, dass der Blues immer mit Septakkorden begleitet wird, vollständig sehen diese so aus:
Septakkord: vom untersten Akkordton bis zum obersten ist immereine Sept (sieben Töne).

… So klingt es noch echter!
In Blues-Belgleitungen wird meist ein Ton (die Quint des Akkords) weggelassen, dann klingt es “echter“. Man nennt das „simple voicing“.

… noch ein bisschen Theorie: Die Blues-Tonleiter (blues-scale)
In unserer Blues-Melodie gab es nur diese fünf Töne („Moll-Pentatonik“ [penta = fünf]):

Ihr könnt improvisieren (frei spielen)
Kennt man die Blues-Tonleiter, so hat man eine wesentliche
Grundlage für das Improvisieren, nicht nur für Blues-Stücke. Improvisieren könnt ihr mit djedem Instrument, das Töne spielen kann. (Blockflöte, Klavier, Keyboard, Mundharmonika, Glockenspiel...)
Höre dir das Playback (siehe unten) – ohne Melodie – an und spiele dazu eine Improvisation:
Verwende bei jedem Durchgang immer mehr Töne:
Beginne also mit nur zwei Tönen und spiele das oft.
Tipps: Pausen gehören zur Musik, es müssen nicht immer Töne gespielt werden.
Spiele nicht immer die Töne nacheinander, mische sie auch. Auch rhythmisch interessante Tonwiederholungen können reizvoll sein.
Nicht immer muss auf Schlag „1“ ein Ton kommen.
Insgesamt lebt die Improvisation vom Rhythmus.

Playback zum Improvisieren: (vier Viertel voraus!)
"The blues echoes right through into soul, R&B and hip hop. It's part of the make-up of modern music. You can't turn your back on the blues."
Ronnie Wood - The Rolling Stones.
Rhythm and Blues
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich aus dem traditionellen Blues eine etwas härtere Fassung, die Texte wurden „frecher“, es wurden mehr und andere Instrumente eingesetzt. Höre (sieh) dir doch das Stück „Caldonia“ von Louis Jordan und seinem Ensemble an. Die damals neuen Medien Tonfilm und Fernsehen trugen dazu bei, dass diese Musik von vielen Leuten gehört und gesehen wurde.
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Entdecke musikalische Gemeinsamkeiten zum traditionellen Blues, aber nenne auch Veränderungen.
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Überlege, wie die Regie des Filmes dazu beiträgt, dass der Rhythm and Blues populär wurde.
Rock’n Roll
Auch weiße Musiker griffen den Rhythm and Blues auf und musizierten ihn auf ihre eigene, damals als schockierend empfundene Art – auch wegen des zur Musik erfundenen neuen Tanzes. Ein besonders gutes Beispiel für den Rock’n Roll ist Bill Haleys „Rock around the clock“.
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Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Rhythm and Blues, aber auch zum traditionellen Blues fallen dir auf?
Boogie Woogie
Nicht nur für jemanden, der das Instrument selbst spielt, ist die Klavierversion des Rock’n Roll, der Boogie Woogie interessant.
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Zähle die Takte
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Achte darauf, wie die Akkorde aufeinander folgen.
Der Blues im Jazz
Auch im Jazz setzt sich der Blues fort. Allerdings werden die Unterschiede zu den Ursprüngen größer.







