• SAMR-Modell

    • SAMR-Modell

      Das Modell zeigt vier Stufen, wie Technologie in Lernprozesse integriert werden kann:

      1. Substitution – Technik ersetzt ein analoges Werkzeug (z. B. Word statt Heft).

      2. Augmentation – Technik verbessert die Aufgabe funktional (z. B. automatische Rechtschreibprüfung, Online-Wörterbuch).

      3. Modification – Aufgaben werden durch Technik neu gestaltet (z. B. gemeinsames Schreiben in Echtzeit über Google Docs).

      4. Redefinition – Technik ermöglicht völlig neue Lernformen, die ohne sie nicht möglich wären (z. B. internationale Videoprojekte).

      Alle Stufen des SAMR-Modells haben ihren Wert – gute Lehre wählt bewusst die passende Ebene, digital oder analog, je nach Lernziel und Situation.

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    • Eine ausgewogene Sicht auf das SAMR-Modell

      Das SAMR-Modell ist ein hilfreicher Rahmen, um über den Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht nachzudenken.
      Doch es sollte nicht als starrer Aufstieg verstanden werden, bei dem jede Aktivität zwangsläufig die oberste Stufe erreichen muss.

      Auch die unteren Ebenen (Substitution und Augmentation) erfüllen einen wichtigen Zweck:
      Sie bieten Stabilität, Routine und eine niederschwellige Einführung in digitale Lernprozesse – besonders dann, wenn Schüler:innen oder Lehrpersonen erst schrittweise Erfahrungen mit digitalen Medien sammeln.

      Ebenso ist es wichtig zu betonen, dass nicht jede gute Lernaktivität digital sein muss.
      Manchmal ist ein analoges Setting – etwa eine Diskussion, eine Gruppenarbeit mit Papier oder ein Bewegungsspiel – pädagogisch sinnvoller, weil es Kommunikation, Konzentration oder Kreativität auf andere Weise fördert.

      Technologie ist also kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug im didaktischen Repertoire.
      Entscheidend ist, dass sie zielgerichtet, reflektiert und lernförderlich eingesetzt wird – passend zu den Lernzielen, zur Lerngruppe und zur Unterrichtssituation.